Neu beginnen: mit Achtsamkeit und Akzeptanz

Anwesend sein, akzeptieren, erkennen und neu beginnen

Wenn wir achtsam wahr nehmen, bekommen wir eine gesunde Distanz zu unserem Denken und nehmen spürend Verbindung zu unserem Körper auf. Urteilsfrei, neugierig, offen und mit allen Sinnen wenden wir uns unseren Erfahrungen im gegenwärtigen Moment zu. Wir lassen Vergangenes hinter uns und projizieren unsere Erwartungen und Ängste nicht mehr in die Zukunft.

Unser Geist beruhigt sich. Unser Körper bekommt die Aufmerksamkeit, die er braucht. Wir sind wirklich anwesend bei uns, mitfühlend, akzeptierend.

Akzeptanz und Selbstmitgefühl schaffen neue Grundlagen 

Zahlreiche klinische Studien belegen: Regelmäßige Achtsamkeitspraxis reduziert Stressempfinden, macht negative Denkweisen bewusst und kann sogar Gehirnstruktur und -funktionen nachhaltig verbessern. Die Wahrnehmungsfähigkeit, die Selbstbeziehung und die Verbindung zur Umwelt wachsen. Regelmäßig Übende gewinnen Gelassenheit, Klarheit und Effektivität.

Achtsamkeit beginnt im Alltag: Wenn wir aufmerksamer werden und auf einmal wahr nehmen, dass wir im Autopiloten-Modus agieren. Wenn wir eine augenblickliche Empfindung bewusst spüren können, ohne in Widerstand gegen sie zu geraten. 

Achtsamkeit ist eine wertvolle Ressource, von der ein Einzelner wie eine Gruppe profitieren. Mehr über Achtsamkeit für Gruppen, z. B. in Unternehmen, erfahren Sie hier.

Mit Akzeptanz und klaren Werten bewusst navigieren

Ein Weg, um von der achtsamen Wahrnehmung in ein neues, produktiveres Handeln zu kommen, während es inneren Widerstand gibt, ist die Akzeptanz- und Commitment-Therapie, kurz ACT. ACT löst unsere Fusion (Identifikation) mit Gedanken und Widerständen, die unsere innere Beweglichkeit einschränken. Sie befähigt uns, elementare Kursänderungen vorzunehmen, nachdem wir bisher versucht haben, die begleitenden, unangenehmen Gefühle zu vermeiden.

„Sometimes fear does not subside and you must do it afraid.“ 

Elisabeth Elliot

ACT schätzt unsere bisherigen Bemühungen, deckt ihre Funktionalität auf (Vermeidung statt Produktivität?), klärt unsere wirklichen Werte – und bringt uns dann ins konkrete Tun, mit Kurs auf unsere Werte. 

Bei ACT geht es darum, „vom Leiden ins Leben zu kommen, zu einem reichen, selbstbestimmten und sinnerfüllten Leben – und das mit (nicht trotz) der eigenen Geschichte, mit all den Erinnerungen, mit der Angst und mit der Traurigkeit, die man manchmal in sich trägt.“ (Steven Hayes).

Möchten Sie mehr über ACT in Einzeltherapie und in Workshops erfahren? Sprechen Sie mich einfach an.


„Vielleicht ist uns beigebracht worden, dass Selbstmitgefühl verweichlicht, sogar faul macht, doch in Wirklichkeit ist es unser stärkstes und wirksamstes Mittel, eine Veränderung in unserem Leben zu bewirken, eine schlechte Gewohnheit abzulegen und einfach glücklicher zu werden.“ 

Sharon Salzberg